Von der Partnerschaft zum Netzwerk zum Ökosystem

Alexander Bojer stellte am IFZ Insurance Summit 2022 vom 11. Mai die Entwicklung der Gesundheitsplattform Well vor und gab Einblick in seine Erfahrungen beim Aufbau eines Gesundheitsökosystems. Welche Bilanz zieht er nach rund einem Jahr als CEO von Well?
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Alexander Bojer

Den gemeinsamen Nenner zu finden und im iterativen Prozess Lösungen zu erarbeiten, gehört wohl zu den grössten Herausforderungen, denen sich Well stellt.

Alexander Bojer
CEO Well

Der jährlich stattfindende IFZ Insurance Summit der Hochschule Luzern bringt Expertinnen und Experten aus Praxis, Wissenschaft und Politik zusammen. Er bietet einen vielschichtigen Überblick über aktuelle Entwicklungen der Schweizer Assekuranz: von den drängendsten Fragen bis zu den Auswirkungen von Technologie-Trends auf die Branche. Ausgewählte Expertinnen und Experten geben ihre Einschätzung zu den aktuellen Entwicklungen im Versicherungssektor ab und tauschen sich über Lösungsansätze zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen aus.

Alexander Bojer sprach mit seiner Präsentation «Von der Partnerschaft zum Netzwerk zum Ökosystem» ein Thema an, das die Gesundheitsbranche bewegt, und gab Einblicke in seine Erfahrungen. Hier einige seiner Erkenntnisse in Kürze:

Kooperationsbereitschaft der Partner als Gradmesser für die Notwendigkeit
Ökosysteme sind die Zukunft des Gesundheitswesens. Der dringende Wunsch nach digitalen Lösungen zeigt sich auch im grossen Interesse und der Bereitschaft der Partner zur Zusammenarbeit. Es ist im Sinn aller Akteure, Durchlässigkeit zu schaffen, Insellösungen abzubauen und die Interoperabilität zwischen den einzelnen Systemen zu fördern. Davon profitieren die Schweizer Bevölkerung und die Qualität unseres Gesundheitswesens.

Coopetition: Wenn Konkurrenten zusammenspannen
Allianzen zwischen Konkurrenten zu schaffen und mitzugestalten, bietet beides: das gesammelte Know-how verschiedener grosser Player im Markt – aber auch den stetigen Umgang mit divergierenden Interessen. Den gemeinsamen Nenner zu finden und im iterativen Prozess Lösungen zu erarbeiten, gehört wohl zu den grössten Herausforderungen, denen sich Well stellt.

Zwischen agilem Start-up und Ansprüchen der Unternehmen
Keine Frage: Ein Start-up wie Well funktioniert anders als klassische Grossunternehmen. Als Vorteile sind sicher die Agilität und die Unvoreingenommenheit in der Herangehensweise zu nennen. Und natürlich der Mut, Bestehendes zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten. Diese Mentalität in der Arbeit mit traditionsreichen Grossunternehmen zu leben und dabei alle Ansprüche unter einen Hut zu bringen, bietet sowohl enormes Potenzial als auch Reibungsfläche.

Ein Beitrag von Well-Redaktion

Vom 09.05.2022

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